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Humor ist Verbindung und „Das Zwerchfell wird nicht dement“

Rund 45 Personen fanden den Weg in die #vhsbonn – ein Ort mitten im Zentrum in Bonn. Zu einem Thema, das uns als Gesellschaft immer intensiver betrifft: Die Betreuung von Menschen mit dementiellen Veränderungen.

Zum Abschluss einer vierteiligen Reihe der VHS Bonn durfte unser Humortrainer Georg Brinkmann den Abend mit Leben füllen.

Thema des Abends: „Das Zwerchfell wird nicht dement“. Sein Fokus: Wie uns Humor und eine „clowneske Haltung“ in schwierigen Zeiten tragen können.

Eloquent und leicht berichtete Brinkmann von seinem eigenen Weg in die Thematik und machte neugierig auf seine praktischen Erfahrungen, die er in den vergangenen 12 Jahren als Klinikclown bei Humor Hilft Heilen in Krankenhäusern und vor allem Pflegeheimen im Umgang und in der Begegnung von Menschen mit Demenz, nicht zuletzt aufgrund der Alzheimer Erkrankung seines eigenen Vaters, gesammelt hat.

Entscheidend sei ein Perspektivwechsel – weg vom Defizit: „Was kann der Mensch mit Demenz nicht mehr?“ hin zu den Ressourcen „Was kann er noch?“, denn das weitet den Blick und schützt vor Traurigkeit und Frustration – auf beiden Seiten. Eine clowneske Haltung helfe dabei diesen Zustand auszuhalten.

Ähnlich wie ein Klinikclown ist es auch in der Begegnung mit einem Menschen mit Demenz hilfreich erstmal die Situation zu analysieren: Ist die Situation so, dass ich helfen kann? Gibt es „Störfaktoren“? Erstmal nichts tun kann auch manchmal hilfreich sein.

Nach der Situationsbeschreibung gab mein Kollege Georg Brinkmann eine Einführung in das Thema „Humor“ und was dieser für ihn bedeutet. Dabei ging es um das Thema „Humor als Haltung“ und als „Schmiermittel“ und um „wertschätzenden Humor“ sowie „Humor als Resilienzfaktor“. Es gehe darum in die „verdrehte“ Welt eines an Demenz erkrankten Menschen einzutauchen und als verbindendes Element zu erleben.

Die Beziehung zueinander zu erhalten, das sei es, was im Kern entscheidend sei für den Umgang mit Menschen mit Demenz. Dabei stets den „eigenen Raum“ und die eigenen Kräfte im Blick zu behalten sei unerlässlich, denn nur so könne es gelingen diese ohnehin schwierige Situation (auch mit Unterstützung) zu ertragen und zu meistern (Stichwort Selbstfürsorge).

Etliche Rückfragen und der Bedarf nach konkreten Handlungsempfehlungen rundeten den trotz der Schwere des Themas leichten Abend ab, der zeigte: Humor schafft Verbindung, wo Worte manchmal fehlen.

Workshops mit Georg Brinkmann werden in Bonn in Kooperation mit der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN und dem Paritätischen unter dem Titel „Demenz-Impro (von Improvisieren) angeboten: https://www.paritaetischer-bonn.de/kontaktbuero-pflegeselbsthilfe/ueberblick

Vielen Dank auch an Dr. Julia Wedel, stellvertretende Leitung der VHS Bonn und Fachbereichsleitung Leben und Gesellschaft für die Möglichmachung dieses interessanten Abends!

Foto und Text: Verena Breitbach

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Georg Brinkmann hielt einen Vortrag bei der VHS Bonn zum Thema Demenz_Foto Copyright: Verena Breitbach
Georg Brinkmann hielt einen Vortrag bei der VHS Bonn zum Thema Demenz_Foto Copyright: Verena Breitbach

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