Langjährige Kooperation zwischen HUMOR HILFT HEILEN und der Alexianer Pflegeschule Münster geht ins 6. Jahr
Die Pflegeschule der Alexianer in Münster, Vorreiter in Sachen Innovation in der Ausbildung, kooperiert bereits seit 6 Jahren mit der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN (HHH) und hat das Curriculum ‚Freude pflegen‘ in die Ausbildung der Pflegefachkräfte integriert.
In insgesamt 6 Modulen werden im Verlauf der generalistischen Ausbildung Inhalte aus den Bereichen Selbstfürsorge, Kommunikation, Persönlichkeitsbildung und Stressmanagement vermittelt, um die angehenden Pflegefachpersonen von Beginn an bestmöglich auf ihren Beruf vorzubereiten und zu stärken.
„Wir bieten die Inhalte von HHH an, weil das Konzept ‚Freude pflegen‘ für uns eine wichtige Komponente in der Resilienzförderung unserer Auszubildenden ist, auf die wir von Anfang an Wert legen“, sagt Lisa Ahlers, stellvertretende Schulleiterin in Münster. Unterstützt wird dieses besondere Angebot durch das Referat Fundraising der Alexianer GmbH.
Begründer der weltweiten Klinikclown-Bewegung begleitet Humortrainer:innen
Am 11. und 12.11.2025 begleitete Michael Christensen, Begründer der Klinikclownerie in den USA und Ideengeber für das Workshop-Konzept von HHH, Katja Kemnade und Andreas Bentrup, beide Fachliche Leitungen Humorworkshops bei HHH und Henriette Hansen, Humortrainerin bei HHH, bei deren Einsatz im Workshop mit Pflegeschüler:innen und Praxisanleitenden an der Alexianer Pflegeschule in Münster.
„Uns ist auch die Weiterbildung und fachliche Unterstützung unserer Humortrainer:innen ein wichtiges Anliegen“, sagt Maria Bley, Leitung HHH. „Wir freuen uns sehr über die langjährige kollegiale Unterstützung und den Austausch mit Michael Christensen.“
„In den Workshops trainieren wir die innere Haltung, die einen guten Klinikclown ausmacht: authentisch präsent, sich seiner Umgebung bewusst und offen für einen freudvollen und spielerischen Kontakt“, bringt Christensen den Kern der Workshop-Idee auf den Punkt. „Denn das sind Qualitäten, die auch Pflegende im Kontakt mit den ihnen anvertrauten Personen unterstützen.“
Workshop-Konzepte für Pflegeteams seit 2013
Das HHH-Workshop-Konzept geht auf eine Initiative aus der Pflege zurück: Michael Christensen hat auf Anfrage einer Pflegeprofessorin (Betty Leaf, damals an der New York University School of Pediatric Nursing) ein Workshop-Programm für Studierende der Pflegewissenschaften konzipiert, welches in Folge von HHH weiterentwickelt wurde.
Christensen bildete bereits 2013 die Humortrainer:innen der Stiftung in dem ungewöhnlichen Workshop-Konzept aus. 2018 entwickelte die Stiftung dann im Rahmen eines 5-jährigen Forschungsprojektes in Kooperation mit Psycholog:innen der Universität zu Lübeck und der Alexianer Misericordia GmbH basierend auf Christensens Ansatz das mittlerweile bundesweit eingesetzte Unterrichtskonzept „Freude pflegen“. Dieses Vorreiterprojekt wurde maßgeblich vom Versicherer im Raum der Kirchen (VRK) gefördert, denen die Stärkung angehender Pflegefachkräfte besonders wichtig ist.
„Die Auszubildenden liegen mir sehr am Herzen und es ist mir wichtig, einen Beitrag dazu zu leisten, dass sie sich ihre ursprüngliche Motivation und Begeisterung für den Pflegeberuf lange erhalten“, sagt Andreas Bentrup, der seit Beginn des Projektes bei den Alexianern als Humortrainer im Einsatz ist.
Parallel zur Alexianer Pflegeschule Münster bietet das Bildungszentrum Gesundheit und Soziales ZFG – Zentralschule für Gesundheitsberufe Fort- und Weiterbildung der Alexianer das Fortbildungsformat der Stiftung „Humor hilft lernen und lehren“ für Praxisanleitende an. Dieses wurde mittlerweile zum 4. Mal in Folge im Rahmen der berufspädagogischen Pflichtfortbildung von den Trainerinnen Katja Kemnade und Henriette Hansen durchgeführt.
Weitere Informationen:
Langzeitstudie zur Evaluation des Curriculums „Freude pflegen“
2019 – 2024, in Kooperation mit Prof.in. Dr. Corina Peifer und Dr. Marek Bartzik (Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität zu Lübeck) und der Alexianer GmbH Münster und Berlin.
Siehe dazu:
Bartzik, M. et al. (2021). Care for Joy: Evaluation of a Humor Intervention and Ist Effects on Stress, Flow Experience, Work Enjoyment, and Meaningfulness of Work. In: Front. Public Health, 02 July 2021
Link zur Studie: https://doi.org/10.3389/fpubh.2021.667821