HUMOR HILFT HEILEN erweitert fachlich-künstlerische Leitung Pflege-Workshops
Zum Juni 2025 ist ein weiteres Mitglied im Team Fachliche Leitung Humorworkshops bei der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN hinzugekommen. Ab sofort unterstützt Katja Kemnade, bereits seit 2014 als Humortrainerin der Stiftung mit „an Bord“, die bisherige Doppelspitze um Andreas Bentrup und Felix Gaudo.
„Mit Katja Kemnade konnte die Stiftung eine weitere erfahrene Humorexpertin für die Fachliche Leitung des Workshopbereichs gewinnen. Sie bringt nicht nur neue Impulse ins Team, sondern ergänzt und verstärkt uns mit ihrer pädagogischen und Coaching-Expertise auf ideale Weise“, sagt Maria Bley, Stiftungsleitung HHH. „Das Team der Fachlichen Leitungen entwickelt kontinuierlich unsere Workshopformate weiter und ist verantwortlich für die systematische Aus- und Weiterbildung unserer Humortrainer:innen.“
Katja Kemnade hat einen Hintergrund als Diplompädagogin, Coach, Theaterpädagogin und sie ist ausgebildete und erfahrene Klinikclownin.
Pflege stärken – Angebote für Teams, Pflegeschulen und Praxisanleitende
Die Stiftung HUMOR HILFT HEILEN ermöglicht nicht nur „Begegnungen auf Augenhöhe – mit Augenzwinkern“ durch Klinikclown-Visiten von jung bis alt – in Kliniken und Pflegeeinrichtungen sowie auch digital und in der Vorbereitung einer Operation von Kindern und Jugendlichen, sondern sie setzt sich auch für Pflegende (beruflich wie pflegende Angehörige) ein.
„Unsere Humor-Workshops sollen nicht als ‚Luxus‘ verstanden werden, sondern vielmehr einen festen und wichtigen Bestandteil in Kliniken- und Pflegeeinrichtungen für ihre Mitarbeiter darstellen“, sagt Maria Bley. „Denn die Frage lautet: Was brauchen Pflegende für ihre eigene Resilienz, Stresskompetenz und Regeneration? Hier setzen unsere Humorworkshops von HUMOR HILFT HEILEN an.“
In den Workshops von HHH trainieren Pflegende eine humorvolle, ressourcenorientierte und empathische Grundhaltung. So werden Teams gestärkt, Kommunikation erleichtert, Verbindung geschaffen, Motivation erhalten und Burnout vorgebeugt.
Die Inhalte der Workshops basieren auf dem Ansatz der Positiven Psychologie und ihre Wirksamkeit wurde in mehreren Studien evaluiert.
Mittlerweile bietet die Stiftung weiterhin auch spezielle Formate für Pflegeteams und Praxisanleitende sowie ein ausbildungsergänzendes Angebot für Pflegeschulen an. Aktuell werden die Workshops bundesweit von ca. 30 HHH-Trainer:innen durchgeführt. In über 2.000 Humor-Workshops hat die Stiftung bisher über 25.000 Pflegekräfte erreicht und mehr als 2.500 Pflegeschüler psychologisch gestärkt.
In vielen Branchen ist es selbstverständlich, dass Mitarbeitende über Fortbildungen und Coaching in ihren Stärken unterstützt werden. Auch für Pflegende und Mediziner:innen, sollte die Förderung der seelischen Gesundheit und die Entwicklung kommunikativer Stärken zu einer Selbstverständlichkeit werden. Denn nur wer sich selbst gut pflegt, kann andere Menschen gut pflegen.
Wer Katja Kemnade in Aktion sehen möchte, kann sich den folgenden Beitrag ansehen: https://www.ardmediathek.de/video/swr-wissen/superkraft-lachen-wie-humor-uns-stark-macht/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyMzA0MjU
3 Fragen an.. Katja Kemnade:
HHH: Worin liegt die faszinierende Kraft von Humor?
Katja Kemnade: Humor ist ein menschliches Supertool! Er verbindet, befreit, schützt, heilt und lässt uns leichter mit Herausforderungen umgehen. Seine Faszination liegt darin, dass er uns zugleich menschlicher und widerstandsfähiger werden lässt.
HHH: Weshalb wird Humor als Ressource immer wichtiger?
Katja Kemnade: Unser Umfeld verändert sich manchmal schnell und fordert uns immer wieder heraus, mit Schwierigkeiten umzugehen. Humorvollen Menschen fällt es leichter, auch in herausfordernden Situationen die Perspektive zu wechseln und neue Wege mit inneren und äußeren Konflikten umzugehen, wahrzunehmen und auszuprobieren.
HHH: Warum ist das Trainieren von Humor für Pflegende ein so wichtiges Thema?
Katja Kemnade: Eine humorvolle Haltung ist eine tolle Methode um eine positive Atmosphäre, sowohl zwischenmenschlich, als auch auf den Stationen und in den Pflegegruppen, zu erzeugen. Sie schafft Vertrauen, Zuversicht und Wohlbefinden. Gefühle, die Menschen gut tun und sie emotional stärken. Es darf auch mal gelacht werden, auch wenn die Situation gerade schwer ist! Wenn Menschen zusammen lachen können, fällt es ihnen auch leichter, ernste Sachen zu besprechen oder auszuhalten. Ein Beispiel ist die Körperpflege – die wenigsten Patient:innen suchen sich aus, sich dabei unterstützen zu lassen. Wenn man allerdings die Person, die einen unterstützt, mag und man in einem netten Kontakt ist, wird es leichter.
Ein humorvolles Klima auf Pflegestationen unterstützt die Genesung der Patient:innen und das Arbeiten macht mehr Spaß!