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Mehr Humor für Pflegekräfte und Ärzte

Kann man Humor lernen? Die Antwort ist: Ja! HUMOR HILFT HEILEN hat sich zum Ziel gesetzt, die heilsame Stimmung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu fördern. Deshalb bietet die Stiftung Humor-Workshops für Klinikpersonal und Personal von Pflegeeinrichtungen an – mit Themenschwerpunkten, die in der klassischen Ausbildung oft zu kurz kommen. Humor kann Teams helfen, sich besser zu verstehen, kann Druck mindern, die Kommunikation untereinander verbessern und auch helfen, mit Trauer und Leid besser umzugehen. Schon kleine Veränderungen können großen Effekt erzielen.

Mehr Humor in die Pflegeschulen

Unterstützt durch die Hamburger „Gesellschaft Harmonie 1789“ und die Krankenpflegeschule Alsterdorf konnten wir im September die ersten „Humor in der Pflege“-Workshops in einer deutschen Pflegeschule etablieren. Die beiden vielseitig erfahrenen Lehrer Maria Gundolf und Paul Kustermann (beide Rote Nasen e.V.) inspirierten die nächste Generation von Pflegekräften gleich vom Start der Ausbildung an. Die Schüler reagierten sehr offen und positiv: „Im Krankenhaus gibt es auch schwierige Situationen. Wenn wir zusammen mit den Patienten lachen, sind diese Situationen leichter“, so Kursteilnehmer Fabian.

Die Leiterin der Pflegeschule, Anke Steinmeier, freut sich über die Ergänzung des Lehrplans: „Unsere Schüler sollen keine Clowns werden. Aber Humor schult Empathie und hat etwas Entlastendes. Das ist gerade für Pflegekräfte, die einen enorm anstrengenden und anspruchsvollen Beruf haben, etwas sehr wertvolles.“

Das Projekt soll im wahrsten Sinne Schule machen. Läuft die Sponsorensuche erfolgreich, soll das Programm regelmäßig in die Ausbildung und Weiterbildung integriert werden. HHH Gründer Eckart von Hirschhausen dazu: „Die Pflegekräfte brauchen jede Unterstützung! Sie sind existentiell für unsere Gesellschaft und bekommen leider wenig Anerkennung, aber immer mehr Druck. Dabei brauchen wir sie heute und erst recht in der Zukunft. Streiken die Lokführer, kommt man nicht von A nach B. Aber wenn die Pflege ausfällt, kommst Du nicht mehr vom Bett ins Bad. Was ist schlimmer?“

Humor-Workshops für Senioreneinrichtungen (Ev. Johanneswerk, Bielefeld)

„Beziehungspflege mit Humor” – Unter diesem Titel startete das Ev. Johanneswerk im Januar 2014 gemeinsam mit HUMOR HILFT HEILEN und dem Verein Clownskontakt e.V. ein einzigartiges und NRW-weites Projekt. Das Ziel: über Humor und Clownstechniken das Leben und Arbeiten in der Altenhilfe zu bereichern und im Alltag gelegentlich für Entlastung zu sorgen.

In 32 Senioreneinrichtungen in ganz Nordrhein-Westfalen sind über 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ebenso viele Bewohner im Verlauf der Jahre 2014 und 2015 daran beteiligt. Neben den regelmäßig stattfindenden Clownsvisiten werden alle Pflegekräfte des Johanneswerks nach und nach in Kommunikationstechniken der Clownsarbeit geschult. Diese Verzahnung von Clownsarbeit und Mitarbeiterschulungen in der Altenhilfe ist deutschlandweit einzigartig. Dr. Eckart von Hirschhausen bezeichnet das Projekt als „Pionierarbeit”. Es ist der erste und größte Feldversuch, die Stimmung in einer großen Institution zu verändern. „Pflegekräfte lernen, wie sie gut in Kontakt treten, ihre Haltung verändern und sich selbst entlasten können”, so der Vorstandsvorsitzende des Ev. Johanneswerks, Dr. Ingo Habenicht, zu dem wegweisenden Projekt.
Nicht immer sind die Mitarbeiter, die die halbtägigen Humor-Workshops besuchen, von Anfang an begeistert von der Idee: Beim ersten Besuch erleben die Clowns oft Skepsis und Zurückhaltung. „Viele erwarten Zirkusclowns, albernen Quatsch oder meinen, für so eine Schulung haben sie doch gar keine Zeit”, erzählt Andreas Bentrup vom Verein „Clownskontakt”, Schauspieler, Theaterpädagoge und einer der Leiter der Workshop-Reihe. Nach und nach, durch das persönliche Erleben, durch Authentizität und Begegnung, erfahren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, welche Kraft die Clownstechniken entfalten können. Im Alltag ist das dann meist unmittelbar spürbar: Pflegekräfte spüren, wie der Kontakt zu den Bewohnern leichter und spielerischer wird, die Heimbewohner sprechen oft direkt darauf an, sind gelöster, fröhlicher, nehmen aktiv Anteil. Sogar demenzkranken Bewohnern verhelfen die Clowns gemeinsam mit geschulten Pflegekräften zu unbeschwerten Augenblicken und lebhaften Erinnerungen. Und alle erleben gemeinsam, wie sich die Stimmung positiv verändert, denn: HUMOR HILFT HEILEN.

Lesen Sie dazu die Presseartikel:

WAZ vom 11.04.2014

Klinikclowns von HUMOR HILFT HEILEN unterwegs

Kinderzentrum Bethel
Workshops „Humor im Klinikbetrieb“

Mediziner, Pflegekräfte, Servicekräfte der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und der Klinik für Kinderchirurgie im Kinderzentrum Bethel – sie alle absolvierten im Frühjahr 2014 ihr erstes HUMOR-Training. Die Stiftung HUMOR HILFT HEILEN finanzierte die Workshops in den Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld.

Am 6. Februar 2014 fand im Beisein von Dr. Eckart von Hirschhausen dort zum ersten Mal ein Clownsworkshop unter dem Titel „Humor im Klinikbetrieb“ für das gesamte Klinik- und Hospizteam statt. Angesprochen waren alle vertretenen Berufsgruppen aus dem Kinderzentrum, der Kinder-Epileptologie im Krankenhaus Mara und auch des Kinderhospizes Bethel. Die regelmäßigen Besuche der Klinikclowns wurden ergänzt durch eine dann folgende Trainingsreihe. In insgesamt 24 Workshops sensibilisierten Schauspieler, Theaterpädagogen und Humortrainer des Vereins „Dr. Clown“ die rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unterschiedlichste Arbeitssituationen im Krankenhaus. Das Ziel: Die Stimmung der Mitarbeitenden ebenso wie die der Patienten positiv zu verändern, denn: HUMOR HILFT HEILEN.

Durch die weitreichende Förderung von HUMOR HILFT HEILEN ist Bethel eines der Leuchtturmprojekte der bundesweit aktiven Stiftung.

Lesen Sie dazu in der Presse:

„Humor-Workshops für Pflegekräfte" in der Neuen Westfälischen vom 7.2.2014